Rezensionen

Rolf Hüllinghorst, Geschäftsführer der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen, schreibt im DHS-Newsletter 5/03:
"... ein Roman, der dramaturgisch und sprachlich fesselt. Es ist eine Schilderung über Sucht und ihre Ursachen, korrekt und hilfreich in der Darstellung vom Weg in die Sucht, von der Verstrickung der Angehörigen, der Darstellung der Hilfemöglichkeiten und Perspektiven. Das Buch vermittelt klare Haltungen ("Es gibt keine Freiheit ohne Freiheit von der Sucht"), aber es stigmatisiert nicht und vermeidet alle Klischees. ... Wenn Dieter Lattmanns 'Fernwanderweg' die unsägliche Geschichte der 'Christiane F.' als Lektüre in der Schule ablösen würde – das wäre ein guter Schritt."

Claudia Decker, Bayerischer Rundfunk, sagte in der Sendung Das Notizbuch vom 7. Juli 2003:
"Radji und Patrick gewinnen durch die Therapie ihr Leben zurück. Das ist die hoffnungsvolle Botschaft des Buches. Und die nützliche Botschaft für ratlose Angehörige und Betroffene, denn sie ist glaubwürdig und verallgemeinerbar."

Die Süddeutsche Zeitung schreibt am 26. September 2003: "Wie in seinem Generationenroman 'Die Brüder' begibt sich Lattmann auch im neuesten Roman auf eine Art familiärer Spurensuche — nach den Ursprüngen der Sucht, dem Versagen der Generationenbindung und der Einsamkeit in der Abhängigkeit."

Das Thommener Journal der Sucht-Fachklinik Thommener Höhe schreibt: "In sehr einfühlsamer Weise entwickelt Lattmann die Charaktere und die Handlung dieser Geschichte. Durch die Menschlichkeit, die Schwächen nicht verbirgt und Stärken nicht aufdrängt, gewinnen die Hauptpersonen des Romans die Sympathie des Lesers. Sowohl die Suchtkranken als auch ihre Angehörigen und die Helfer, denen man in diesem Buch begegnet, sind authentisch beschrieben und eignen sich daher wenig als Helden — und doch sagen sie eben das bisschen mehr aus über das Leben mit und ohne Sucht, wie es nur in einer erzählten Geschichte möglich ist. Es liegt ein Roman vor, der sich nicht nur spannend liest, sondern auch noch eine ganze Menge an Einsichten vermittelt, die es wert sind, sie auf sich wirken zu lassen."

Walter Flegel schreibt in den Potsdamer Neuesten Nachrichten vom 11. Februar 2004: "Wer dieses Buch liest, begibt sich auf einen weiten Weg, der nach jeder Biegung und jeder Steigung unverwechselbare Aussichten bietet und Einsichten bereit hält, für den, der bereit ist, sie aufzunehmen. ... Ich habe wieder einmal ein Buch lesen können, das sich um die immer wieder aufflackernde Streiterei übers Daseinsrecht der literarischen Gattung 'Roman' nicht kümmert und die Behauptung, der Roman sei tot, bestens widerlegt."

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